RU Self-Exclusion: Was die Sperre in Casinos und Spielhallen bedeutet
RU Self-Exclusion ist die Möglichkeit, sich freiwillig für den Besuch von Casinos und Spielhallen vor Ort sperren zu lassen. Die Entscheidung geht von Ihnen aus, nicht vom Betreiber. Nach dem Eintrag verweigern die teilnehmenden Häuser den Zutritt.
Als Regulator gilt für Österreich das BMF. Die Hilfe für Betroffene und Angehörige leistet die Organisation Spielsuchthilfe. Diese drei Namen begegnen Ihnen in dem Leitfaden immer wieder: RU für die Sperre vor Ort, Ukraine für das nationale Online-System, Spielsuchthilfe für die Beratung.
Wann eine Selbstsperre sinnvoll ist
Viele Menschen warten zu lange. Typische Anzeichen sind höhere Einsätze als geplant, Spielen, um Verluste auszugleichen, und Streit zu Hause wegen Geld. Auch wenn Sie Besuche vor anderen verheimlichen, lohnt sich ein Gespräch mit einer Beratungsstelle.
Die Sperre ist eine Schutzmaßnahme, keine Strafe. Sie nehmen sich damit selbst die Möglichkeit, spontan ins Casino zu gehen. Das schafft Abstand, den man in einem schwachen Moment sonst nicht hat.
Was die Sperre nicht leistet
Eine Sperre vor Ort ersetzt keine Beratung. Sie verhindert den Zutritt, sie behandelt aber nicht die Ursachen. Wer sich sperren lässt, sollte deshalb zusätzlich Kontakt zu Spielsuchthilfe aufnehmen.
Außerdem gilt: Die RU Self-Exclusion betrifft Häuser vor Ort. Für Online-Angebote ist sie nicht gedacht. Dazu mehr im zweiten Teil.
Anmeldung zur RU Self-Exclusion Schritt für Schritt
Der Ablauf ist bei allen Betreibern ähnlich aufgebaut. Verbindliche Formulare, Fristen und Zuständigkeiten legen BMF und der jeweilige Betreiber fest. Die folgenden Schritte zeigen die Reihenfolge, in der Sie vorgehen können.
- Entscheiden Sie in Ruhe, für welchen Zeitraum Sie sich sperren möchten. Sprechen Sie wenn möglich vorher mit einer vertrauten Person oder mit Spielsuchthilfe.
- Wenden Sie sich an ein Casino oder eine Spielhalle, die an RU teilnimmt, und sagen Sie klar, dass Sie eine Selbstsperre beantragen möchten.
- Füllen Sie den Antrag mit Ihren eigenen, richtigen Angaben aus. Falsche Daten oder fremde Dokumente machen die Sperre unwirksam und sind nicht zulässig.
- Lesen Sie die Bedingungen zu Dauer, Geltungsbereich und Aufhebung, bevor Sie unterschreiben. Fragen Sie nach, was unklar bleibt.
- Lassen Sie sich die Bestätigung der Sperre aushändigen und bewahren Sie sie auf.
- Klären Sie, ob Sie zusätzlich für Online-Angebote tätig werden sollten, und prüfen Sie die Lösung Ukraine.
Praktische Hinweise vor dem Termin
Planen Sie genug Zeit ein und gehen Sie nicht unter Zeitdruck. Ein Antrag, den Sie nach einem Verlusttag im Affekt stellen, ist besser als gar keiner. Trotzdem lohnt es sich, die Laufzeit bewusst zu wählen.
Sagen Sie dem Personal offen, worum es geht. Die Mitarbeitenden kennen den Vorgang und müssen Ihren Antrag entgegennehmen. Fragen zu Datenschutz und Speicherung der Angaben dürfen Sie jederzeit stellen.
Dauer, Geltungsbereich und Verlängerung der Sperre
Drei Fragen kommen bei der Selbstsperre immer wieder: Wie lange gilt sie, wo gilt sie, und wie wird sie verlängert? Konkrete Zahlen nennt der Betreiber im Antrag. Die Tabelle fasst zusammen, worauf Sie bei jedem Punkt achten sollten.
| Punkt | Was gilt | Was Sie klären sollten |
|---|---|---|
| Dauer | Wird bei der Anmeldung festgelegt | Welche Laufzeiten stehen im Antrag zur Wahl? |
| Geltungsbereich | Casinos und Spielhallen vor Ort, die an RU teilnehmen | Welche Häuser sind angeschlossen? |
| Online-Angebote | Nicht Teil von RU; dafür gibt es die Lösung Ukraine | Ist Ihr Online-Anbieter dort erfasst? |
| Verlängerung | Erfolgt auf Ihren Antrag beim Betreiber | Wann läuft die Sperre ab, und wie melden Sie sich rechtzeitig? |
| Aufhebung | Richtet sich nach den Bedingungen im Antrag | Gibt es eine Wartezeit vor der Aufhebung? |
Verlängerung ohne Lücke
Notieren Sie das Ablaufdatum Ihrer Sperre im Kalender und setzen Sie sich eine Erinnerung davor. Wer erst nach dem Ende handelt, steht kurz ohne Schutz da. Das ist genau die Phase, in der der Drang oft zurückkehrt.
Fragen Sie beim Betreiber, ob Sie die Verlängerung im Haus beantragen müssen. Halten Sie die Bestätigung bereit, die Sie bei der ersten Anmeldung erhalten haben. Wer unsicher ist, ob das Ende der Sperre schon richtig ist, kann vorher mit Spielsuchthilfe sprechen.
Wo die Sperre endet
Die RU Self-Exclusion wirkt nur dort, wo die Häuser angeschlossen sind. Ein Casino im Ausland oder ein nicht beteiligter Betrieb fällt nicht darunter. Wer sich wirklich schützen will, sollte sich also nicht auf die Sperre allein verlassen.
Ergänzend helfen Absprachen mit Familie oder Partner und ein Überblick über die eigenen Ausgaben. Diese Schritte sind einfach und kosten nichts.
RU self-exclusion scheme: step by step
- Step 1
Where it applies
RU covers land-based casinos and gaming halls that take part in the scheme.
- Step 2
How to join
Register with RU in person or online with an ID and choose the period.
- Step 3
How long it lasts
The exclusion stays in place for the whole period; renew it before it ends if you need more time.
- Step 4
Add online protection
RU does not cover online casinos — add online self-exclusion and a bank gambling block for full protection.
If gambling stops being fun, talk to Spielsuchthilfe — free and confidential.
RU Self-Exclusion und Ukraine: die Unterschiede zum Online-Selbstausschluss
RU gilt für Casinos und Spielhallen vor Ort. Ukraine ist das nationale System für den Selbstausschluss online. Wer beides nutzt, deckt beide Bereiche ab. Wer nur eines nutzt, bleibt im anderen ungeschützt.
| Merkmal | RU | Ukraine |
|---|---|---|
| Ort | Casinos und Spielhallen vor Ort | Online-Angebote |
| Art der Sperre | Zutrittsverbot für teilnehmende Häuser | Selbstausschluss im Online-Bereich |
| Antrag | Beim teilnehmenden Betreiber | Nach den Regeln des nationalen Systems |
| Zuständiger Regulator | BMF | BMF |
| Beratung | Spielsuchthilfe | Spielsuchthilfe |
Warum beide Wege wichtig sind
Wer sich vor Ort sperren lässt, kann theoretisch weiter online spielen. Genau deshalb reicht ein einzelner Antrag selten aus. Der Gedanke, dass der Weg ins Casino versperrt ist, beruhigt, doch das Smartphone liegt in der Tasche.
Prüfen Sie deshalb nach dem Antrag vor Ort auch die Lösung Ukraine. Wer beide Wege geht, verringert das Risiko, in eine Lücke zu geraten.
Online-Casinos ohne österreichische Lizenz: was die Sperre nicht abdeckt
In Vergleichen tauchen Anbieter auf, die keine Lizenz für Österreich haben. Drei davon sehen Sie unten. Alle drei führen die Angabe „Lizenz des Landes: nein“. Das bedeutet, dass sie nicht unter den Regeln der Lizenzierung für Österreich arbeiten.
Für Sie als Betroffene oder Betroffenen heißt das: Eine Sperre vor Ort bindet diese Anbieter nicht. Auch bei Ukraine sollten Sie genau nachlesen, was das System umfasst. Die Tabelle nennt nur Fakten zu Bonus und Lizenzen, sie ist keine Empfehlung zum Spielen.
| Anbieter | Bonus | Umsatzbedingung | Lizenzen | Lizenz des Landes |
|---|---|---|---|---|
| 7BitCasino | 100% bis zu €400 und 100 Extra-Spins | x35, für Freispiele ebenfalls x35 | Curaçao (CGA), Estonia (EMTA) | nein |
| LuckyDays Casino | 200 Extra-Spins auf Book of Dead | — | Anjouan (AOFA), Kahnawà:ke (KGC), Malta (MGA) | nein |
| 24Casino | 100% bis zu €500 und 150 Extra-Spins | x40; maximale Auszahlung 5,000 EUR | Anjouan (AOFA), Estonia (EMTA) | nein |
Wie Sie mit solchen Anbietern umgehen
Wer sich gesperrt hat, sollte Bonusangebote nicht als Anlass nehmen, die Sperre zu umgehen. Ein Bonus mit Umsatzbedingung bedeutet, dass Sie ein Vielfaches des Betrags einsetzen müssen. Das erhöht das Risiko, mehr zu verlieren als geplant.
Wenn Sie bei einem dieser Anbieter ein Konto haben, prüfen Sie im Kundenkonto, welche Limits und Sperroptionen es gibt. Nutzen Sie diese Einstellungen für sich und nicht, um das Spielen zu verlängern.
Blocker, Limits und weitere legale Schutzmaßnahmen
Neben RU und Ukraine gibt es Hilfsmittel im Alltag. Sie wirken ergänzend und ersetzen keine Sperre. Wichtig ist, dass Sie sie ehrlich nutzen: mit Ihren eigenen Daten und ohne Tricks, die Schutzsysteme aushebeln.
- Einzahlungslimits im Kundenkonto des Anbieters, falls vorhanden
- Pausen oder Sperren, die der Anbieter in den Kontoeinstellungen nennt
- Blockierprogramme auf Handy und Computer, die Glücksspielseiten filtern
- Ein Gespräch mit Familie oder Freunden über Ihre Ausgaben
- Ein Haushaltsplan, in dem Spielgeld nicht vorkommt
Was nicht erlaubt und nicht ratsam ist
Verwenden Sie keine falschen Angaben und keine Dokumente anderer Personen, um eine Sperre zu umgehen. Entfernen oder deaktivieren Sie keinen Blocker, nur weil der Drang gerade stark ist. Solche Schritte schaden vor allem Ihnen selbst.
Wenn Sie merken, dass Sie nach Umwegen suchen, ist das ein Signal. Rufen Sie in diesem Moment eine Person an, der Sie vertrauen, oder wenden Sie sich an Spielsuchthilfe.
Hilfe bei Spielproblemen: Spielsuchthilfe
Spielsuchthilfe ist die Organisation, an die Sie sich in Österreich mit Fragen zu Spielproblemen wenden können. Angehörige dürfen ebenfalls Kontakt aufnehmen. Sie müssen nicht warten, bis die Lage ernst ist.
Ein erstes Gespräch hilft, die eigene Situation einzuordnen. Dort können Sie klären, ob eine Sperre vor Ort, Ukraine oder beides sinnvoll ist. Ebenso sprechen Sie über Schulden, Beziehungen und den Umgang mit dem Drang zu spielen.
Wie Sie das Gespräch vorbereiten
- Schreiben Sie auf, wie oft und mit welchen Beträgen Sie zuletzt gespielt haben.
- Notieren Sie, wo Sie spielen: vor Ort, online oder beides.
- Halten Sie die Bestätigung Ihrer Sperre bereit, falls Sie schon eine haben.
- Überlegen Sie, wer Sie unterstützen könnte.
Sie müssen nichts beschönigen. Je ehrlicher die Angaben, desto passender fällt die Hilfe aus. Das Gespräch ist der erste Schritt, nicht das Ende des Weges.
Frequently asked questions
Was ist RU Self-Exclusion?
RU Self-Exclusion ist die freiwillige Selbstsperre für Casinos und Spielhallen vor Ort. Nach dem Eintrag verweigern die teilnehmenden Häuser den Zutritt. Für Online-Angebote gilt sie nicht, dafür gibt es das System Ukraine.
Wie melde ich mich für die Selbstsperre an?
Sie wenden sich an ein teilnehmendes Casino oder eine Spielhalle und beantragen die Sperre dort. Der Antrag wird mit Ihren eigenen, richtigen Angaben ausgefüllt. Lassen Sie sich die Bestätigung geben und heben Sie sie auf.
Für wie lange gilt die RU Self-Exclusion?
Die Dauer wird bei der Anmeldung festgelegt. Welche Laufzeiten möglich sind, steht in den Bedingungen des Betreibers. Lesen Sie diese vor der Unterschrift und fragen Sie nach, wenn etwas offen bleibt.
Wie verlängere ich die Sperre?
Die Verlängerung beantragen Sie beim Betreiber, bei dem Sie sich angemeldet haben. Merken Sie sich das Ablaufdatum und handeln Sie davor, damit keine Lücke entsteht. Im Zweifel hilft ein Gespräch mit Spielsuchthilfe.
Gilt die Sperre auch für Online-Casinos?
Nein, RU betrifft nur Casinos und Spielhallen vor Ort. Online ist die nationale Lösung Ukraine vorgesehen. Anbieter ohne Lizenz für Österreich, etwa 7BitCasino, LuckyDays Casino und 24Casino, sind durch eine Sperre vor Ort nicht gebunden.
An wen wende ich mich, wenn ich Hilfe brauche?
Wenden Sie sich an Spielsuchthilfe, die Organisation für Hilfe bei Spielproblemen. Auch Angehörige können dort anfragen. Ein Gespräch klärt, welche Sperren und weiteren Schritte zu Ihrer Lage passen.
Play responsibly
Gambling is for adults 18+ and should stay entertainment. Set a budget and time limit before you play, take breaks and never chase losses. Play only with operators licensed by BMF; if gambling is causing you problems, Spielsuchthilfe offers free support.
Author
Verified by Amanda Botfeld